Fassadenpflege bei Gewerbeimmobilien: Wie Schmutz entsteht und wie Sie vorbeugen
- Christian Becker

- 18. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Juli 2025

Gewerblich genutzte Gebäude sind nicht nur funktionale Bauten – sie repräsentieren ein Unternehmen nach außen. Eine gepflegte Fassade wirkt einladend, vertrauenswürdig und professionell. Doch was, wenn sich mit der Zeit dunkle Flecken oder grünliche Schlieren bilden?
Wie entstehen solche Verunreinigungen überhaupt? Handelt es sich bloß um ein optisches Problem oder um einen Hinweis auf strukturelle Risiken? Und wie lässt sich verhindern, dass aus einem kleinen Schönheitsfehler ein ernstzunehmender Instandhaltungsfall wird?
Als spezialisierter Dienstleister für professionelle Fassadenreinigung kennen wir die typischen Schwachstellen und erklären, worauf Sie als Gebäudeverantwortlicher achten sollten.
Typische Ursache: Mikroorganismen und Umweltbelastung
Die Hauptverursacher von Fassadenverschmutzung sind in den meisten Fällen Algen und Pilze, die sich auf feuchten Oberflächen besonders wohlfühlen – gerade bei gedämmten Außenwänden. Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) fördern durch ihre bauphysikalischen Eigenschaften die Bildung von Tauwasser an der Oberfläche. In Kombination mit Regen, Schattenlagen oder fehlenden Dachüberständen entsteht ein idealer Nährboden für Mikroorganismen.
Das Problem: Der sogenannte „Biobelag“ sieht nicht nur ungepflegt aus, sondern beschleunigt die Materialalterung. Algen und Pilze setzen geringe Mengen organischer Säuren frei, die Putz und Beschichtung schädigen können. Hinzu kommen Schmutzablagerungen aus der Luft, insbesondere in städtischen oder industriellen Lagen.
Regelmäßige und fachgerechte Reinigung ist daher nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch der Werterhaltung.
Hier eine Auflistung der häufigsten Gründe für eine Verschmutzung:
Baumängel
Sie sind oft nicht zu sehen und meist unterschätzt – das macht sie so gefährlich: Baumängel. Ob defekte Anschlüsse oder fehlerhafte Regenentwässerung – sie führen schnell zu feuchten Stellen an der Hauswand und somit ebenso schnell zu schmutzigem Schimmelbefall.
Bewuchs & Schatten
Auf dem Land sind es meist Bäume und Sträucher, in der Stadt eher angrenzende Gebäude, die einen großen Schatten auf die Hauswand werfen. Durch die wandernde Sonne sowie den Schattenwurf entstehen Temperaturunterschiede und nasse Bereiche der Fassade benötigen mehr Zeit zum Trocknen, wodurch der Algen-, Pilz- und Bakterienbefall gefördert wird.
Dachüberstand
Ein Dach sorgt nicht nur dafür, dass die Bewohner trocken bleiben, sondern im Idealfall auch, dass die Hauswand vor starkem Regen geschützt wird. Durch einen ausreichenden Dachüberstand setzt sich also weniger Feuchtigkeit auf der Fassade ab und schützt somit vor Pilz- und Algenbefall.
Gebäudesockel
Bei Gebäuden mit Putzfassade sollte darauf geachtet werden, dass ein ausreichend hoher Sockel vorhanden ist. Durch einen abgesetzten Sockel, vorzugsweise in einem dunkleren Farbton (Spritzschutz), schützen wir die Fassade vor hochspringendem Regenwasser. Zusätzlich wird verhindert, dass die Feuchtigkeit des Bodens nach oben in die Putzfassade kriecht und sich somit ein Nährboden für die Ablagerung von Pilz-, Bakterien- und Algensporen bildet.
Geografische Lage
Je nachdem, wo das Gebäude steht und wie es ausgerichtet ist, begünstigt es den Befall durch Algen und Pilze erheblich. So ist z.B. ein Gebäude in einer regenreichen Region oder in einem Nebelgebiet gefährdeter als in einem trockenen Gebiet. Auch zwischen der Lage an einem Gewässer und im Gebirge ergeben sich unterschiedliche Wachstumsbedingungen für Algen und Pilze.
Luftverschmutzung
Die erhöhte Sporenbelastung in ländlichen Regionen sowie die eher schlechtere Luftqualität (Stickoxide, Staubpartikel, ...) in städtischen Gebieten fördern das Wachstum von Mikroorganismen gleicher Maßen und prägen individuell das Verschmutzungsbild. Gut, dass sich Wir-reinigen-Fassaden dank des HERMES-Systems professionell um jede Verschmutzung kümmern kann.
Verschmutzungen
Verschmutzungen gibt es überall. In den Städten entstehen diese bekanntermaßen durch Abgase und den Dreck stark befahrener Straßen sowie Großbaustellen, auf dem Land hingegen sind land- und forstwirtschaftliche Arbeiten unterschätze Schmutzquellen.
Witterung
Deutschland liegt in einer Klimazone, die sich durch milde Temperaturen und viel Niederschlag kennzeichnet. Diese Faktoren bilden zusammen ideale Voraussetzung für die Bildung von Algen-, Pilz- und Bakterienbefall an der Hausfassade, vor allem auf der Wetterseite des Gebäudes. Doch nicht nur in Deutschland – das Jahr 2024 war das Wärmste seit Beginn der Wetter-Aufzeichnungen. In Kombination mit Niederschlag droht der Algen-, Pilz- und Bakterienbefall prinzipiell überall.
Was können Eigentümer oder Facility Manager tun?
Algenwachstum lässt sich aufgrund von Licht- und Feuchtigkeitseinflüssen langfristig nie vollständig ausschließen – auch nicht mit hochwertigen Materialien oder modernen Bauweisen. Wichtig ist daher ein präventiver Reinigungsansatz, bevor sich die Verunreinigungen dauerhaft festsetzen oder die Bausubstanz angreifen.
Wir setzen auf ein bewährtes Reinigungssystem, das Fassaden schonend, aber tiefenwirksam von biologischem Befall befreit. Der Clou: Unsere anschließende Schutzbehandlung verhindert, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein neuer Biofilm bildet und sorgt so für eine deutlich verlängerte Reinigungsintervalldauer.
Gerade bei gewerblichen Objekten zahlt sich das doppelt aus: Für das Image des Unternehmens und für die nachhaltige Instandhaltung Ihrer Immobilie.






Kommentare